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77er für den 81. Stadtachter

Etliche Jahre bestand das „Kölner Boot“ aus Ruderern verschiedener deutscher Vereine.
Doch als Nicolai Erchadi begann eine Achtermannschaft zu organisieren, änderte sich dieser Sachverhalt nach reiflicher Diskussion schlagartig. Er ist Initiator eines neuen Vereinsachters. Ihm gelang es ehemalige Leistungssportler des Vereins zu reaktivieren und mehrere Vereinskollegen aus Rodenkirchen für diese Idee zu begeistern. Eine gesunde Mischung aus Rennruderern und Ruderern aus Rodenkirchen trägt nun die Leistung dieser Mannschaft. So nimmt die Idee eines Achters, mit dem sich der Verein identifizieren kann, langsam aber sicher Gestalt an.

Seit Oktober letzen Jahres steigen nun entschlossene KRV-ler regelmäßig zusammen in Fühlingen in den Rennachter, um gemeinsam an ihrer Technik zu feilen. Gesteuert werden sie dabei von Claudia Scholz, ohne ihren Einsatz das Ganze nicht möglich ist. Mit Paul Schmitz und Helge Stührmann, zwei äußerst erfahrenen Ruderern, ist es dem Team gelungen, nicht nur echte Kraftpakete, sondern auch hervorragende Trainer zu finden. Helge und Paul waren Deutsche Meister im Riemenzweier. Paul hat bereits am Stadtachter teilgenommen und Helge fuhr einige Zeit im U23-Achter mit. Einen Vorteil gegenüber den anderen Teams stellt zudem das Training im Gig-Achter auf dem Rhein dar. Ergänzt wird der Trainingsplan durch selbstständiges Kraft- und Ausdauertraining, das jedes Teammitglied eigenverantwortlich durchführt.

In den letzten Wochen vor der Regatta entscheidet sich, wer die auserwählten Acht aus dem 15 Mann starken Kader sein werden. Entschieden wird nach dem bewehrten Cambridge-Motto: „Don’t take the eight best, take the best Eight.“ Diese dürfen unter der KRV-Fahne antreten und werden von dem erfahrenen Felix Erdmann gesteuert. Dennoch lautet die Mannschaftsprognose für den diesjährigen Stadtachter, dass man wahrscheinlich noch nicht um die vorderen Ränge mitfahren kann. Erschwert wird eine Aussage über die tatsächliche Leistungsstärke durch die verlängerte Renndistanz von 2500 Metern.

Egal wie es ausgeht…auch in Zukunft werden weiterhin ambitionierte Ziele anvisiert. Das Team wird auch künftig wöchentlich zusammen trainieren. Geplant ist spätestens nächstes Jahr kräftig in der neuen 3. Ruder-Bundesliga mitzumischen und an mehreren Regatten in Deutschland teilzunehmen. Dort haben auch Ruderer, die es dieses Jahr nicht in den Stadtachter schaffen werden die Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen. So ist aus der Idee von Nicolai schließlich der Anstoß für eine motivierte und durchaus steigerungsfähige Mannschaft im Großboot geworden.

 

Text: Leonard Emme